Themenzeitung von Mediaplanet im Tages-Anzeiger
Der Inhalt zählt
Frage: Ist ein Bildschirm-Anbieter gleich ein Digital-Signage-Anbieter?
Antwort: Nein, die Verarbeitung der gezeigten Inhalte ist einer der Hauptaspekte von Digital Signage.
Inhalte sammeln, analysieren, zusammenfügen, verarbeiten und sauber darstellen – Digital Signage ist mit dem, was auf Hightech-Bildschirmen zu sehen ist, nicht zu trennen. Und das Wichtigste ist, diese Inhalte in ein nutzbares und ansprechendes Design zu giessen. «Reduced to the maximum», lautet die Devise eines guten Digital-Signage- Anbieters. Und mittlerweile geht es auch nicht mehr um das blosse Anzeigen der Inhalte. Die Person, die angesprochen wird, liest nicht nur, sondern kann selbst am Touch-Screen aktiv werden. Diese interaktiven Lösungen werden stark in Hotels eingesetzt. Früher gab es in den Eingangsfoyers Feedback- Zettel, die Kunden in einer freien Minute ausfüllen konnten. André Baumgartner vom Digital-Signage-Anbieter ipeak Infosystems sagt: «Unsere Erfahrung zeigt, dass die Feedback-Menge durch den Einsatz eines Touch-Screens steigt.»
Verknüpfung von Inhalten
Eine weitere neue Entwicklung sind Verknüpfungen: So können beispielsweise Wetter- und Fahrplanauskünfte miteinander verbunden werden. Im nebligen Luzern sieht der Tourist somit, dass das Wetter auf dem Rigi sonnig ist und in zehn Minuten eine Bahn von Vitznau auf den Rigi fährt. Auch in der Industrie und in Versicherungen oder Banken wird Digital Signage immer häufiger eingesetzt. Es kann auch für die Mitarbeiter Vorteile bieten: Sie können gemeinsam mit dem Kunden am Touch-Screen eine Lösung für das Kundenbedürfnis finden.
Zukunft liegt in der Kommunikation
Doch wie sieht die Zukunft von Digital Signage aus? Zum einen sehen immer mehr Branchen die Vorteile dieser Technologie, zum anderen steigt die Interaktivität. Heute können die Kunden Feedbacks geben, in Zukunft antworten die Unternehmen direkt auf dieses Feedback. Beispielsweise, wenn der Kunde seine E-Mail-Adresse, seine Telefonnummer oder seinen Twitternamen hinterlässt. Social- Media-Plattformen wie Facebook und Twitter werden vermehrt integriert. Sauber und korrekt bearbeitete Inhalte werden in Zukunft immer stärker eine grosse Rolle spielen. Sie werden profilbezogen auf interaktive Bildschirme geliefert, auf denen man die Informationen, die man braucht, rausziehen kann. In Zukunft kann der Kunde am Bildschirm direkt Konzerttickets kaufen oder direkt ein Auto mieten.