IP-TV ist mehr als eine technische Innovation. Diese Technologie erlaubt eine veränderte, schnelle und auf Ansprüche des Gastes hin optimierte Interaktion und Kommunikation. Wie dies im Detail aussehen kann, zeigt die
mit Sitz in Zermatt: Schaltet der Hotelgast sein TV-Gerät mit IP-TV ein, sieht er immer zuerts das hoteleigne Programm.
Ohne Probleme kann er beispielsweise nachlesen, was es im Restaurant als Menue gibt, welche Events in der kommenden Woche geplant sind oder welche Dienstleistungen zu welchem Preis im Hotel in Anspruch genommen werden können.Das Entlastet auch die Rezeption, wobei das Hotel TV Programm nicht einfach wiederholt, sondern auf Wunsch automatisch immer wieder mit neuen Informationen gefüllt werden kann. Auf diese Wiese lassen sich beispielsweise die aktuellen Wetterdaten oder Schneehöhen einblenden.
Was, wie und welche Information in welchem Design dem Gast präsentiert wird, dies bestimmt der Hotelier natürlich selbst, wobei die Programmsteuerung über ein Webinterface abgewickelt wird. Die Informationen lassen sich dabei nicht nur so aufbereiten, dass sie auf einem normalen Fernseher, wie er in Zimmern zum Einsatz kommt, dargestellt werden können, sondern das System eignet sich auch durchaus für grossformatige Darstellungen, beispielsweise auf Infoscreens in der Lobby. Da die dort eingesetzten Flatscreens meist grösser sind als TV-Geräte auf den Zimmern und gleichzeitig eine 16:9 Auflösung haben, lassen sich hier sogr mehrere Informationen gleichzeitig darstellen.
Walliser Bote
Massgeschneidert und flexibel
Die Zermatter Softwareunternehmung ipeak beschreitet neue Wege in der Aufbereitung von Informationen
Z e r m a t t.
«Wir schaffen selber keine Inhalte, aber wir bündeln sie und geben sie an unsere Kunden weiter», sagen die drei Firmeninhaber Raoul Julen, Rolf Hischier und Marco Weis von der Softwareunternehmung ipeak Infosystems in Zermatt. Die Jungunternehmer setzen bei ihrem Produkt auf Flexibilität und Individualität.
Und genau dies ist der besonders interessante Ansatzpunkt der neuen Software von ipeak: Sie bietet den Kundinnen und Kunden kein pfannenfertiges und damit starres Paket an, sondern individuelle, genau auf die Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen. «Darum sind die Möglichkeiten für Touchscreen und Screen-Anwendungen schier unbegrenzt. Ob reine Informationsterminals, Shop-Lösungen, Hotel-internes Info-TV-System oder Touchscreens mit Unterhaltung alles ist möglich. Das Prinzip geht so: Wir erfassen die Inhalte zentral und machen sie dann individuell oder lokal verfügbar.» Die Software ist so ausgereift, dass wichtige touristische Anbieter mit dem ipeak Infosystem arbeiten: Zermatter Bergbahnen, Adelboden Tourismus, Gstaad Tourismus, Zermatt Tourismus, diverse Gemeinden, die Matterhorn Gotthard Bahn, die Ski- und Snowboardschule Zermatt und verschiedene Hotels bedienen sich des neu entwickelten Tools.
Ersatz für das gute alte schwarze Brett
Das neue Informationssystem ersetzt eigentlich bildlich gesprochen das ominöse schwarze Brett bei Terminals, Hotelbetrieben, Bergbahnen, Geschäften oder Unternehmen. «Wir bieten als junge, aufstrebende Softwareschmiede individuell auf die Kunden ausgerichtete Schnittstellen und Interfaces für Screens, TV und Touchscreens an», präzisiert Raoul Julen. «Dabei können die Anwender selber bestimmen, welche Informationen in welcher Aufmachung in ihren Terminals und Screens angeboten werden sollen. Diese Eigenentwicklung von ipeak macht es möglich: Über ein Webinterface werden Inhalte von einer Technik im Hintergrund katalogisiert, eingegeben und importiert. Zeitgesteuert und automatisch werden sie in ein vom Kunden gewünschtes Design gesetzt und dann über das Internet den Terminals oder auf die Screens zeitlich gesteuert ausgeliefert.»
Die Werbeflächen optimal nutzen
Mit solch einer ausgereiften Technik könnten die Walliser Tourismusverantwortlichen auch die Werbeflächen in der restlichen Schweiz nutzen. Schon auf der Herfahrt ins Wallis kann der Gast sich zum Beispiel auf einem Schweizer Bahnhof oder am Flughafen in Zürich informieren über die aktuellsten lokalen News wie beispielsweise Verkehrsverbindungen, das Wetter, Pistenberichte und Events in seiner Feriendestination im Wallis.
Nur das, was gewünscht ist
Was da auch ein wenig Fachchinesisch daherkommt, hat für den Endverbraucher einen grossen Vorteil: «Er kann seine Informationen wie persönliche Fahrpläne, Veranstaltungen, örtliche Wetterinformationen und viele andere Inhalte auf dem Bildschirm abrufen natürlich sind das topaktuell aufbereitete Informationen. Veraltete Nachrichten, wie man sie häufig noch liest, gehören damit der Vergangenheit an.» Dabei schafft ipeak nicht nur die technische Basis, um Inhalte auch ausserhalb des Personalcomputers und Notebooks oder auf individuellen Screen und Terminals verfügbar zu machen, sondern auch für Handys, und neuerdings als Podcasts auf iPods und Webseiten.
ipeak ist «Informationsspediteur»
«Selbstverständlich erstellen wir auch Webseiten für Hotels, Restaurants und Ferienwohnungsbesitzer.» Gleichzeitig betont Julen noch einmal, dass sich ipeak eigentlich nur als «Informationsspediteur» versteht. Die Inhalte bleiben nach wie vor im Besitz und unter der Kontrolle jener, von denen sie kommen und die sie aufschalten. Für den Endverbraucher ist es wichtig, dass ipeak keine fertigen Pakete anbietet, sondern dass jeder seine eigenen, auf seine und seiner Gäste Bedürfnisse zugeschnittene Informationen einbauen und abrufen kann.
Dem «elektronisierten» Gast dienen
Julen ist überzeugt davon, dass der Gast von morgen nicht nur wie bereits heute vermehrt oder fast ausschliesslich über das Internet buchen wird, sondern auch während seines Aufenthalts die wichtigen Informationen auf elektronischem Weg individuell abruft. Diesem neuen Trend trägt die Software-Entwicklung von ipeak voll Rechnung. Und noch ein Punkt ist von Wichtigkeit: Krisenstäbe zum Beispiel können direkt und mit Vorrang auf das Informationssystem zugreifen. «Wir tun nichts anderes, als dass wir die einmal erfassten Informationen an der Quelle abholen, massgeschneidert für den Endverbraucher und auf den Punkt bringen, wo sie vom Gast benötigt werden», präzisiert Julen.
lth
