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E-Concierge fürs Hotel
Der interaktive Flachbildschirmvon Ipeak wird bei der Informationssuche von Hotelgästen gern genützt. Und von der Réception als Arbeitserleichterung geschätzt.
Im Luzerner Hotel Continental Park möchte man auf das elektronische Kundeninformationstool in der Lobby nicht mehr verzichten. «Das ist für uns wie ein E-Concierge», verdeutlicht Verkaufsleiterin Anja Müller. Denn auf dem 46 Zoll grossen Touchboard von der Firma Ipeak Infosystems GmbH findet der Gast viele Informationen, die er bei seinem Aufenthalt in Luzern benötigt: Restaurants, Kino-News, die Zeiten des öffentlichen Verkehrs, Kultur, Veranstaltungen, aber auch Wetter und die neuesten Nachrichten. «Der Gast kommt nicht mehr mit jeder Frage zur Réception, sondern informiert sich erst mal am Touchboard », so Müller. Und wenn alle Mitarbeiter an der Réception besetzt seien, könne sich der Gast schon mal selbst informieren, das verkürze die Wartezeit. «Der Touchboard ist eine grosse Erleichterung für die Réception.»
Gäste schätzen das elektronische Informations-Tool
Das 4-Sterne-Superior-Hotel hatte bereits 2006 bis 2008 den Vorläufer des heutigen Touchboards im Einsatz. Dann musste man sich aufgrund technischer Mängel wieder davon trennen. «Es war aber klar, dass wir wieder so ein Touchboard wollen», blickt Müller zurück. «Selbst unsere Gäste fragten danach.» Seit Dezember steht nun die neue Version in der Lounge. Andere Hotels sind bereits dem Beispiel des Continental Park gefolgt: Das Mövenpick-Hotel am Flughafen und das Courtyard by Marriott in Pratteln. Das Besondere an dem Informationsboard ist nicht die Hardware, sondern der Content: Dieser wird laufend aktualisiert, je nach Bereich minütlich, wie es bei den Flugzeiten in einem Flughafenhotel nötig wäre, verdeutlicht Maurice Bridel von Ipeak.
Bei Ipeak in Baar unterhält man mit einem eigenen Redaktionsteam aus vier Mitarbeitern einen Informationspool, der die ganze Schweiz abdeckt. Für jede Region und jedes Haus werden dann die Informationen via Online- Technologie gesondert verschickt: Ein Zürcher Hotelier erhalte also einen anderen Content als ein Luzerner. «Die Software habenwir bei Ipeak selber entwickelt», so Bridel.
Kosten verursacht vor allem der Content
Mitgründer und jetzt Miteigentümer von Ipeak ist auch ein diplomierter Hotelier: Raoul Julen aus Zermatt. Er ist überzeugt: «Jede Technologie ist nur so gut wie ihr Inhalt, und den liefern wir gleich mit.» Der Content ist auch das, was auf die Länge hin ins Geld geht: 250 Franken pro Monat verlangt Ipeak für das Hosting, das Liefern der Daten, inklusive Telefonservice, also 3000 Franken im Jahr. Die Installationskosten für die Hardware liegen zwischen 4000 und 6000 Franken, für Software und Agenturarbeit muss man zusätzlich 9000 Franken kalkulieren. Geeignet sei das Touchboard vor allem für 3- und 4-Sterne- Hotels mit eher schlanken Personalstrukturen und sowohl für Business- als auch Leisurebetriebe, meint Bridel. Der Verkaufsleiter hat keine Angst, dass Apps ihnen das Geschäftmalmadigmachen könnten: «Unsere Daten sind sehr aktuell.»