expresso
Réception entlasten: Eine Berührung und der Gast ist informiert
Die Zermatter IT-Firma ipeak hat ein Gästeinformationstool für Hotels entwickelt. Die Gäste können an einem interaktiven Flachbildschirm Informationen abrufen. Als erstes Hotel hat das «Continental Park» in Luzern dieses «ibextouchboard» im Einsatz. Hier die ersten Erfahrungen mit dem neuen Service.
«Schon am ersten Tag wurde das Touchboard von den Gästen rege benutzt», schwärmt Ruth Pedrazetti, Direktorin des Hotels Continental Park, Luzern. Die Bedienung dieses Gästeinformations-Tools ist einfach. Der Flachbildschirm zeigt eine Seite mit Informationsrubriken. Der Gast tippt mit dem Finger auf eine Rubrik, zum Beispiel «Ausgehtipps», und schon erscheinen die entsprechenden Infos inklusive Wegbeschreibung und Stadtplan. Je nach Wunsch des Hoteliers können die Infos bloss angezeigt oder dem Gast als Ausdruck oder als MMS auf seinem Mobiltelefon abgegeben werden.
«Welche Inhalte aufgeschaltet werden, bestimmt der Hotelier», sagt Maurice Bridel.
Er ist Verkaufsleiter bei «ipeakinfosystems », der Firma, die das «ibextouchboard» auf den Markt gebracht hat. Als gelernter Hotelier weiss Maurice Bridel, wie gross der Informationsbedarf eines Gastes ist, aber auch, wie viel Zeit die Réceptionisten mit dem Beantworten von Standardfragen verbringen. Viele dieser Fragen kann sich der Gast mit dem «ibextouchboard» nun selbst beantworten. Dadurch wird die Réception entlastet. Zudem dient der interaktive Bildschirm den Réceptionisten als Arbeitsinstrument. Denn das auf Internettechnologie basierende Informationssystem liefert aktuellere Infos als jede Tageszeitung.
«Die Infos werden minütlich aktualisiert und von uns, den Wünschen des Hoteliers entsprechend, aufgearbeitet und dargestellt», sagt Maurice Bridel. Natürlich ist dieser Service nicht gratis. Neben den Anschaffungskosten für den Bildschirm – je nach Grösse 5000 bis 8000 Franken – wird eine Monatsgebühr von 480 Franken fällig.
Clevere Hoteliers können die Kosten wieder hereinholen, indem sie auf ihren Bildschirmen für eigene Angebote werben oder sogar Werbefelder an Geschäfte in Hotelnähe verkaufen.
riccarda.frei@gastronews.ch
